SG Asel/Harsum wird 20. und scheitert im Finale

Artikel vom 14. Juni 2026
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Die SG Asel/Harsum hat bei der Deutschen Altherrenmeisterschaft in Rutesheim ein beeindruckendes Wochenende erlebt. Auch wenn der große sportliche Erfolg am Ende ausblieb, überwog bei allen Beteiligten die Freude über ein außergewöhnliches Event.
Dabei begann das Turnier aus Sicht der SG äußerst unglücklich. Im Auftaktspiel gegen den Grimmener SV zeigte die Mannschaft eine starke Leistung und ging verdient in Führung. Mehrere Chancen zur Vorentscheidung blieben jedoch ungenutzt, ehe der Gegner praktisch mit der letzten Aktion des Spiels noch zum 1:1 ausgleichen konnte.
Auch die anschließende Partie gegen den FC Neuenburg verlief auf Augenhöhe. In einem umkämpften Spiel musste sich die SG knapp mit 0:1 geschlagen geben. Besonders ärgerlich war, dass man sich zeitweise auf Nebenschauplätze einließ und dadurch etwas den Fokus verlor.
Die größte Enttäuschung folgte im dritten Gruppenspiel gegen den Gastgeber SKV Rutesheim. Nach einer Führung hatte die SG die große Möglichkeit auf das zweite Tor und damit auf den vorzeitigen Einzug in die nächste Runde. Stattdessen fiel im direkten Gegenzug der Ausgleich. Kurz darauf nutzte Rutesheim seine Chance zum 2:1 Sieg und beendete damit die Hoffnungen auf das Weiterkommen.
Trotz der Enttäuschung zeigte die Mannschaft Charakter. Im abschließenden Gruppenspiel gegen den FC Überlingen setzte sich die SG mit 1:0 durch und sicherte sich damit den dritten Platz in der Gruppe. eine wichtige Rolle spielte dabei Torhüter Christian Decker, der wie gewohnt seinen Kasten sauber hielt. Daniel Stolte wechselte dafür in die Offensive und erzielte das entscheidende Tor.
Im Platzierungsspiel gegen die SG Dettingen Dingelsdorf ließ die SG Asel/Harsum schließlich nichts mehr anbrennen und gewann souverän mit 3:0. Damit stand am Ende ein versöhnlicher Abschluss eines Turniers, bei dem sportlich deutlich mehr möglich gewesen wäre.
Für einen besonderen Moment sorgte zudem die Einwechslung von Markus Ottleben im letzten Spiel. Nachdem Philipp Jörrens verletzungsbedingt vom Platz musste, durfte Ottleben kurz vor Schluss noch einmal ran. Die Zuschauer auf der Anlage feierten seine Einwechslung ausgelassen. Weniger euphorisch zeigte sich Ottleben allerdings später beim bezahlen der fälligen Kiste. Nach eigenen Angaben schossen ihm dabei die Tränen in die Augen. Jörrens hatte diesen emotionalen Zustand bereits zuvor beim Anblick seines großen Onkels erreicht.
Auch wenn das Ausscheiden und der Zeh schmerzt, waren sich alle Beteiligten einig, dass die Deutsche Altherrenmeisterschaft weit mehr als nur Fußball bot. Die hervorragend vorbereitete Anlage mit mehreren Rasen und Kunstrasenplätzen und das freundschaftliche Miteinander aller Mannschaften hinterließen bleibenden Eindruck und eine super Kulisse.
Philipp Jörrens brachte die Stimmung nach dem Turnier treffend auf den Punkt. „Sportlich bin ich noch immer enttäuscht, weil wir aus meiner Sicht einen super Fußball gespielt haben und trotzdem nicht weitergekommen sind. Aber was hier auf und neben dem Platz geboten wurde, war einfach überragend. Holztribühnen mit Balken, die kannst du nicht bezahlen. Die Atmosphäre, die Menschen und die gesamte Organisation haben dieses Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Hier ist die Welt noch in Ordnung.“
So bleibt für die SG Asel/Harsum am Ende zwar die Erkenntnis, dass deutlich mehr drin gewesen wäre, gleichzeitig aber auch die Erinnerung an ein außergewöhnliches Wochenende.
Pokalsensation bleibt aus
Die Alte Herren der SG Asel/Harsum musste sich im Pokalfinale der SV Ambergau/Bockenem mit 1:2 geschlagen geben. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie ging die Spielgemeinschaft zunächst durch Felix Lassan mit 1:0 in Führung und durfte lange auf den Pokalsieg hoffen.
Beide Mannschaften erspielten sich im Laufe der Begegnung mehrere gute Torchancen und hätten das Spiel bereits früher für sich entscheiden können. Doch sowohl die SG als auch der SV Ambergau/Bockenem scheiterten immer wieder an den stark aufgelegten Torhütern, die ihre Teams mit zahlreichen Paraden im Spiel hielten.
Erst in der Schlussphase gelang dem SV Ambergau/Bockenem mit einem späten Doppelschlag die Wende, sodass die Partie noch aus den Händen der SG Asel/Harsum glitt.
Besonders bemerkenswert war die Leistung der Spielgemeinschaft angesichts der personellen Situation. Mit einer bunt zusammengewürfelten Mannschaft, die durch frühe Ausfälle weiter geschwächt wurde, entwickelte sich dennoch eine absolut ebenbürtige Begegnung. Umso höher ist es einzuschätzen, dass trotz zahlreicher Änderungen eine so schlagkräftige Truppe auf dem Platz stand.
Am Ende bleibt die Enttäuschung über die knappe Niederlage, gleichzeitig aber auch der Stolz auf eine engagierte und kämpferische Leistung. Der Glückwunsch geht an den SV Ambergau/Bockenem zum aufgrund der effizienten Schlussphase nicht unverdienten Pokalsieg.





